Warum ich mir eine eigene Firma erfinden musste
Ich heiße Tobias Prevoo.
Seit 16 Jahren arbeite ich in der Industrie. Ich kenne den Geruch von verbranntem Öl, den Lärmpegel von Halle 2 und den Unterschied zwischen dem, was in der DIN-Norm steht, und dem, was nachts um drei passiert, wenn die Anlage steht.
Aktuell bereite ich mich auf den Industriemeister Elektrotechnik vor.
Dabei bin ich auf ein Problem gestoßen: Der IHK-Lernstoff ist trocken. Er besteht aus Paragrafen, Formeln und BWL-Konstrukten, die auf dem Papier Sinn ergeben, aber im echten Wahnsinn des Werkstatt-Alltags oft verpuffen. Ich habe nach dem "perfekten Lernstoff" gesucht – praxisnah, ehrlich, einprägsam. Ich habe ihn nicht gefunden. Also habe ich beschlossen, ihn mir selbst zu bauen.
Mein Lernsystem: Wissen durch Storytelling
Ich lerne nicht durch Auswendiglernen. Ich lerne durch Erleben. Deshalb habe ich Eisenbruch erschaffen – ein fiktives Industrie-Universum, das als mein persönliches Testlabor dient. Ich übersetze jede trockene Theorie-Lektion in ein echtes Szenario meiner fiktiven Firma.
Anstatt "§ 87 BetrVG" abstrakt zu pauken, werfe ich meine Charaktere in den Konflikt:
- Mark (Das bin ich/wir): Der Acting Supervisor, der versucht, den Laden am Laufen zu halten, während er zwischen Hammer und Amboss (Management vs. Werkstatt) zerrieben wird.
- Werner (Der Endgegner): 58, altmodisch, brilliant aber stur. Er ist der ultimative Stresstest für jede neue "Change-Management"-Theorie. Wenn ich Werner von einer Neuerung überzeugen kann, habe ich den Stoff verstanden.
- Dr. Müller (Die Theorie): Der kühle Rechner im Elfenbeinturm. Er verkörpert die BWL, die Kostenrechnung und die kalte Logik der Geschäftsführung.
- Kevin-Pascal (Das Chaos): Unser Azubi. Er ist der Grund, warum wir über Arbeitssicherheit und Unterweisungspflichten reden müssen.
- Marta, Hauke, Olli, Mehmet, Ralf, Julia und viele weitere Charaktere bevölkern das Eisenbruch Universum. Lerne sie nach und nach kennen und lieben.
Das Ökosystem: 3 Kanäle - 1 Ziel
Eisenbruch ist mehr als ein Blog. Es ist ein dreiteiliges System. Je nachdem, was du suchst, findest du es hier:
1. Die Werkbank: Eisenbruch.de (Hier bist du gerade)
Der Fokus: Wissen & Methode. Das ist mein digitales Notizbuch. Hier dokumentiere ich mein Lernsystem. Ich nehme die Storys auseinander und extrahiere den prüfungsrelevanten Kern.
- Lernkarten & Eselsbrücken
- Rechtliche Analysen der Szenarien
- Kalkulationen & Formeln
- Ziel: Den Industriemeister bestehen.
2. Die Story: Eisenbruch auf Substack
Der Fokus: Unterhaltung & Emotion. Hier erscheint die fortlaufende Geschichte als Newsletter-Serie (und später als Buch). Hier riechst du das Schmierfett und spürst den Stress. Keine Lernkarten, nur pures "Industrial Life".
- Wöchentliche Episoden
- Deep-Dives in die Charaktere
- Ziel: Den Wahnsinn verarbeiten und Spaß am Lesen haben.
-> www.eisenbruch.substack.com
3. Die Kulisse: Eisenbruch-Chemie.de
Der Fokus: Immersion. Die "offizielle" Website der fiktiven Eisenbruch Chemie GmbH. Hier tobt sich Dr. Müller aus.
- Corporate-News (aus der Sicht des Managements)
- Stellenanzeigen (für fiktive Jobs)
- Ziel: Das Universum so real wie möglich machen.
Ein lebendes Universum
Das hier ist eine fortlaufende Geschichte, kein fertiges Lehrbuch. Eisenbruch wächst mit meinem Lernfortschritt. Was als kleine Werkstatt begann, wird komplexer, je tiefer ich in den Stoff eintauche.
- Heute kämpfen wir mit dem Betriebsrat.
- Morgen müssen wir eine neue Halle kalkulieren.
- Nächste Woche brennt vielleicht der Trafo.
Warum du hier bist
Ich bin (noch) kein Meister. Ich bin kein IHK-Prüfer. Ich bin ein Praktiker auf der Suche. Ich dokumentiere hier öffentlich, wie ich mir mein eigenes Verständnis der Materie erarbeite.
Wenn du diesen Weg mitgehen willst – sei es, um selbst für die Prüfung zu lernen, oder einfach, weil du Geschichten aus dem Maschinenraum liebst: Willkommen im Eisenbruch.
Nimm dir einen Helm. Aber fass nichts an, was Werner gehört.